Geocatching - oder catch the cache

Eine moderne Schnitzeljagd. Früher ist jemand losgezogen und hat irgendwo Hinweise versteckt, um dann später eine Gruppe loszuschicken und diese durch die Natur zu schicken, durch Wälder, durch Wiesen und Felder, um letztendlich am Ende am Ziel anzukommen. Dort wartete nicht immer ein Schatz. Da war eher selten ein Schatz versteckt. Eigentlich ging es nur darum, an der frischen Luft zu sein, sich zu bewegen und ein Ziel zu haben.


Heute ist es nichts anderes. Man hat ein Ziel, das ist meistens an der frischen Luft und es macht Spaß es zu suchen und zu finden.

Fast jeder weiß was "GPS" (Global Positioning System) ist. Die meisten nutzen es als Navi im Auto. Sateliten weisen uns den Weg. Aber man kann auch nette aufregende Sachen damit machen - in der Freizeit.
Seit fast 9 Jahren heißt das Zauberwort - Geocaching - es erfreut sich immer mehr an Beliebtheit.

Das "GPS" wurde zuerst für militärische Anwendungen konzipiert und eingeführt. Es wurde bei der Einführung deshalb verschlüsselt (damit waren die Positionsangaben der "zivilen" Endgeräte nur sehr ungenau). Im Mai 2000 wurde die "künstliche Ungenauigkeit" (für zivile Empfangsgeräte) abgeschaltet und das "GPS" konnte nun unseren Alltag erobern.(z.B. Autonavigation)

Dave Ulmer aus Portland/Oregon (USA) ist im Mai 2000 auf die Idee gekommen, eine "Dose" (den Geocache) mit kleinen "Geschenken" und einem Logbuch in einem seiner Heimatwäldern zu verstecken. Die Koordinaten des "Schatzes" ermittelte er mit einem GPS-Gerät und veröffentlichte diese Koordinaten im Internet zusammen mit einer kleinen Beschreibung was damit zu tun ist. Dieses "Veröffentlichen" und die "Beschreibung" bildet bis heute die Basis des Freizeitsportes "Geocaching".

Das Geocache wurde schnell gefunden und die Idee war geboren. Bereits ein halbes Jahr später wurde in Deutschland der erste Geocache versteckt und gefunden. Inzwischen gibt es in Deutschland überall Geocaches.

Ich muß gestehen, ich habe meinen ersten Geocache nicht gefunden. Ich war alleine unterwegs. Mein GPS hat mich an das Cache bis auf eine Entfernung von ca. 10 - 15m herangeführt. Aber dann stand ich da. Die Kompaßnadel dreht sich ständig. 6 Meter in die Richtung - 10 Meter in die andere. Ich schlich um ein paar Bäume herum und hob ein paar Steine und ein paar Äste hoch. Aber ausser Krabbeltiere war da nichts zu entdecken. Das Laub war feucht und gab keine Hinweise auf irgendwelche frischen Fussspuren. Nach was sollte ich Ausschau halten. Es konnte überall und nirgends sein. Es war frustierend und ich hab es aufgegeben. Aber inzwischen habe ich den einen oder anderen Cache gefunden.

Und was soll ich sagen, es macht Spaß. Man kann die Aktivität mit anderen Hobbies kombinieren - Radfahren, Wandern, Spaziergehen, Mountainbiken. Es ist einfach genial. Und die Fangemeinde wächst jeden Tag. Wann wirst du ein Geocacher?

Trachten